Collégiale Saint-Pierre-es-Liens

Mussy-sur-Seine

Koordinaten

Collégiale Saint-Pierre-es-Liens
Place Saint-Pierre
10250 MUSSY-SUR-SEINE

+33 (0)3 25 38 40 10

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Die Saint-Pierre-ès-Liens-Kirche von Mussy-sur-Seine stammt vom Ende des XIII. Jahrhunderts. Ihr Bau wird dem Baumeister Geoffroy zugeschrieben, einem Architekten aus Mussy im Jahre 1297, obgleich keinerlei historisches Element diese Hypothese zu bestätigen weiß. Der Aufriss des Chors lässt sich von jenem aus Saint-Urbain in Troyes inspirieren, in der die Glaswände einen vergleichbar großen Platz auf zwei Ebenen einnehmen. Im XVI. Jahrhundert wurden zwischen den Widerlagern der Strebebögen des Schiffs Kapellen errichtet. Eine Aufschrift weist darauf hin, dass eine von ihnen im Jahre 1594 für den Stiftsherr F. Béjard erbaut wurde. Aufgrund des schlechten Zustands der Kirche im XVIII. Jahrhundert wurde diese 1881 umfassend restauriert. Das Dach des Glockenturms stammt von 1907.
Die Kirche besitzt drei hohe Kirchenschiffe mit vier Jochen und anschließenden seitlichen Kapellen. Auf westlicher Seite ist ein Westwerk mit zentralem Glockenturm zu sehen, gefolgt von einem hervorstehenden Querschiff, dessen südlicher Arm eine achteckige Kapelle darstellt. Der Chor besteht aus zwei geraden Jochen mit drei Kirchenschiffen und einem einfachen geraden Joch, das durch eine dreiseitige Apsis verlängert wird.

Die ältesten Kirchenfenster von Mussy sind in nicht gemalter Grisaille ausgeführt und befinden sich in den Lichtgaden. Sie erinnern an die Glasfenster der Zisterzienser und gehen auf das XIII. Jahrhundert zurück. Die Glaswände der oberen Etage wurden in den Jahren des XIV. Jahrhunderts eingesetzt. Dank einer kurzen Bauzeit und einer schnellen dekorativen Ausstattung zeigt sich die Kirche besonders homogen. Die neuen Glaswände wurden im XVI. Jahrhundert eingesetzt, als die Kapellen der Seitenschiffe erbaut wurden. Aus dieser Epoche stammt ebenfalls die Glaswand mit der Schöpfungsgeschichte in einer hohen Fensteröffnung der Apsis. Die ersten Restaurierungsarbeiten werden in den Jahren von 1734 bis 1745 durchgeführt, da der Chor einsturzgefährdet war. Zu Ende des XVIII. Jahrhunderts und im XIX. Jahrhundert befinden sich die Buntglasfenster in einem allgemein schlechten Zustand. Im Jahre 1876 wird die Achsfensteröffnung geöffnet und eine Glaswand eingesetzt, die dem heiligen Pierre-ès-Liens gewidmet ist, ein Geschenk der Familie Legoux-Monginet. E. Didron leitet die Restaurierungsarbeiten der Glaswände der Apsis in den Jahren um 1890. Er restauriert die Hälfte aller Grisaille-Flächen und etwas mehr als 2 m farbiger Kirchenfenster. Er vertauscht ebenfalls die bildlich gestalteten Kirchenfenster. Gleichzeitig erhalten die Seitenschiffe des Chors neue Glaswände. Der Maler und Glasmacher F. Gaudin kreiert eine verzierte Grisaille-Glaswand, die das Leben mehrerer Heiligen veranschaulicht. Sein Fachkollege L.O. Merson realisierte eine Erscheinung des Heiligsten Herzen Jesu, über der ein Leidensweg zu erkennen ist. Im Jahre 1939 wurden die oberen Glaswände der Apsis ausgebaut, um im Museum Moderner Kunst in Paris sicher aufbewahrt zu werden. Sie werden von Gruber 1955 restauriert und wieder eingesetzt. Im Jahre 1959 repariert letzterer die Glasfenster des Querschiffs, die durch die unteren Fenster des Chors ergänzt werden, und verbaut eine neue dekorative Komposition in der Achsfensteröffnung. Die oberen Fenster des Chors werden 1962 restauriert, das Schiff erhält Kirchenfenster im Zisterzienser-Stil. Im Jahre 1985 übernimmt die Werkstatt Vinum die Restaurierung der Fensteröffnung der westlichen Fassade.
Die formalen und ikonografischen Eigenschaften der Epoche sind noch erkennbar. Die geometrischen Glaswände im Zisterzienser-Stil bekleiden die untere Etage des Chors. Darüber befinden sich gemischte, dekorative und figurative Glaswände: zu erkennen sind Figuren unter einem Baldachin in Szenen wie dem Leidensweg, auf dem einzeln Maria mit dem Kinde oder Heiligenfiguren abgebildet sind. Die neuesten Glaswände zeigen eine Mariä Verkündigung (hauptsächlich aus der Mitte des XVI. Jahrhunderts) und die Erbsünde aus derselben Epoche.
Das Bauwerk und seine Kirchenfenster stehen seit 1840 unter Denkmalschutz.

Bezeichnungen (Leistungsmerkmale)

Monument historique Vignobles et Découvertes

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