EGLISE SAINT-MARTIN

Rumilly-lès-Vaudes

Koordinaten

EGLISE SAINT-MARTIN
ROUTE DU LONG DU BOIS
10260 RUMILLY-LÈS-VAUDES

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Eine dem heiligen Martin gewidmete Kirche existierte in Rumilly bereits im XII. Jahrhundert, von der heute jedoch nichts mehr erhalten ist. Die Kirche und das Dorf wurden im Hundertjährigen Krieg zerstört und dem Erdboden gleichgemacht. Aus der Zeit des Wiederaufbaus der Kirche sind heute noch einige Kirchenfenster vom Beginn des XVI. Jahrhunderts erhalten, die ergänzt und in die Fensteröffnungen der heutigen Kirche eingesetzt wurden, welche zwischen 1527 und 1549 erbaut wurde. Der Kirchenbau war seit Ende des XV. Jahrhunderts vom Pfarrer Jacques Colet geplant und wurde von seinem Bruder Jean Colet, einem Kanoniker der Kathedrale von Troyes und Diözesanoffizial erbaut, der selbst Pfarrer von Rumilly war. Man sagt, er hätte einen großen Teil seines persönlichen Reichtums aufgewendet, zu dem noch die Erträge aus Kollekten hinzukamen, die er großflächig in Frankreich unternahm. Noch heute ist das Bauwerk eng mit den Erinnerungen an ihn verbunden, dank Aufschriften, Skulpturen und Kirchenfenstern. Das Mobiliar der Kirche zeigt sich reichhaltig: Statuen, Altaraufsätze aus Holz, Gemälde aus dem XVIII. Jahrhundert und ein wunderschöner Altaraufsatz aus mehrfarbigem Stein hinter dem Hauptaltar, der vom Atelier Sainte-Marthe angefertigt wurde und sichtlich ein Geschenk von Jean Colet aus dem Jahre 1533 war, der dort bildlich dargestellt ist.
Die noch erhaltenen und meist unvollständigen Kirchenfenster befinden sich vorrangig auf der Südseite des Bauwerks, in den unteren wie den oberen Fensteröffnungen. Mit Ausnahme einiger älteren Felder und jenes der Achsfensteröffnung des Chors, das im Jahre 1866 von Erdman und Kremer angefertigt wurde, stammen die meisten aus einer Zeit zwischen 1530 und 1550. Die Künstler sind unbekannt. Der Name Linard Gontier steht mit Restaurierungsarbeiten in Verbindung, die er um 1600 durchführte. Die Sammlung ist nur teilweise erhalten, so dass es unmöglich ist, ein kohärentes Gesamtprogramm zu erkennen. Abgesehen von der Darstellung des Herrn stellen die Abbildungen das Glorreiche Leben Christi (Auferstehung, Erscheinung vor Petrus, Fragmente der Christi Himmelfahrt, Pfingsten) sowie Heilige wie den Schutzpatron der Kirche, den heiligen Martin, dar. Die Kirchenfenster der Vier Tugenden, ein Geschenk von Jean Colet von 1548, behandeln ein besonders originelles Thema. Die Abbildungen auf der unteren horizontalen Ebene sind zum einen Anne und Simeon und zum anderen der Auferstehung von den Toten gewidmet, während die Gerechtigkeit, der Frieden, die Barmherzigkeit und die Wahrheit auf oberer Ebene in Form von Figuren eng mit dem segnenden Christus und der Verkündigung auf mittlerer Ebene in Berührung kommen. Sämtliche Figuren sind von großen dekorativen Votiv-Phylakterien umgeben. Die auf dem Sockel zu sehende Aufschrift ist von zwei Wappen von Colet umrahmt. Das Tympanon mit einer Dreifaltigkeit und Engeln stammt aus dem XIX. Jahrhundert.

Bezeichnungen (Leistungsmerkmale)

Monument historique

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